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Steuerberaterverband Rheinland-Pfalz e.V.

Aktuelles & Presse

Praktiker-News vom 20. März 2018

Drei weitere aktuelle Brennpunktthemen

Bereits zum zweiten Mal in diesem Monat richtete die Bezirksgruppe Koblenz des Steuerberaterverbandes Rheinland-Pfalz e.V. eine Praktiker-News-Veranstaltung aus, in der drei wichtige aktuelle Themen in kurzen aber informativen Vorträgen behandelt wurden. Die Veranstaltung fand dieses Mal wegen der hohen Zahl an Anmeldungen in den Räumen des Finanzamts Koblenz statt.

Transparenzregister

Der Koblenzer Notar Dr. Richard Koch-Sembdner eröffnete den Abend mit einem Kurzvortrag zum neuen Transparenzregister, das seit dem 27. Dezember 2017 unter www.transparenzregister.de abrufbar ist. Er empfahl den anwesenden Steuerberatern, ihre Mandanten über das Transparenzregister zu informieren. Herr Dr. Koch-Sembdner betonte, dass eine Eintragung in das neue Register nur dann erforderlich ist, wenn andere Register diese Daten nicht führen. Exemplarisch nannte er Beispiele für Fälle, die eine Eintragung erfordern. Der Großteil der Mandanten ist nicht verpflichtet, im Transparenzregister Angaben zu machen.  Sollte eine Meldepflicht bestehen, liegt diese nicht beim Steuerberater der Gesellschaft. Bei einem Verstoß gegen die Meldepflicht ist somit auch kein Haftungstatbestand gegeben.

Verschlüsselung von E-Mails

Markus Hamm, Geschäftsführer der Firma Klöschinski IT Systeme, stellte im Nachgang zu seinem Kurzvortrag zu den Grundlagen der neuen EU-Datenschutz-Grundverordnung bei der letzten Praktiker-News-Veranstaltung, die Grundlagen der E-Mailverschlüsselung vor. Zunächst stellte er klar, dass E-Mails mit personenbezogenen Daten zwingend verschlüsselt werden müssen. Eine Freistellung seitens des Mandanten ist möglich, wenn es um seine eigenen Daten geht. Werden hingegen Daten fremder Personen, z.B. von Mitarbeitern des Unternehmens per E-Mail versendet, wirkt die Freistellung des Unternehmers nicht. Herr Hamm stellte dann verschiedene Verschlüsselungsarten bzw. Techniken der Verschlüsselung vor. Sein Fazit lautete, dass im Bereich der Versendung von E-Mails eine höhere Sensibilität als bisher zwingend gefordert ist und dass eine deutliche Professionalisierung auf dem Gebiet erforderlich ist.

Neuerungen im Veranlagungsverfahren

Durch die zwingende elektronische Übermittlung von Einkommensteuererklärungen und der seit dem Veranlagungszeitraum 2017 geltenden Belegvorhaltepflicht, die die bislang geltende Belegvorlagepflicht abgelöst hat, ergeben sich Fragen, wie die Abläufe künftig aussehen werden und wie eine Steuerberatungskanzlei mit diesen Herausforderungen umgehen kann.

Aus diesem Grund stellte zunächst Herr Neuser, Leiter der Datev-Niederlassung Koblenz vor, wie eine Einkommensteuererklärung vom Mandanten rechtssicher freigegeben werden könnte. Die Unterschrift auf einem Papierformular würde einen Medienbruch bedeuten, da für die Übermittlung an die Finanzverwaltung kein Papierausdruck bzw. auch kein Belegaustausch mehr erforderlich ist. Eine Möglichkeit der Freigabe durch den Mandanten bietet das Programm Datev-Freizeichnung-Online. Mit einer Identifizierung per Datev-Smart-Card, M-Identity-Stick oder der neuen Smart-LogIn-App per Smartphone kann der Steuerpflichtige die ihm zugesendete Steuererklärung ablehnen oder freigeben.
Im Anschluss daran stellte Frau Funk vom Finanzamt Koblenz vor, wie das Finanzamt Koblenz mit der nun eingeführten Belegvorhaltepflicht umgeht. Die drängende Frage der Berater lautet, wie mit dieser Thematik umgegangen wird. Wünschenswert wäre eine Richtlinie, in welchen Fällen eine Belegeinreichung sinnvoll wäre und in welchen Fällen eine Einreichung von Belegen nicht erforderlich ist. Frau Funk stellte dar, welche Tatbestände weiterhin eine Vorlage von Belegen erfordern. Sie wies weiterhin darauf hin, dass die Belege in unterschiedlichen Fristen aufbewahrt werden müssen. Weiterhin wies Frau Funk darauf hin, dass eine Abweichung von der Verwaltungsauffassung zwingend in Zeile 175 des Mantelbogens anzuzeigen ist.

Im Anschluss an den Vortrag wurde angeregt diskutiert. Ist es nun sinnvoll, wie bisher alle Belege einzureichen, um Rückfragen zu vermeiden, oder kann auf die generelle Einreichung verzichtet werden? Im Ergebnis kann festgehalten werden, dass hier nun Erfahrungen mit dem neuen Verfahren gemacht werden müssen. Da eine Einreichung von Belegen über eine sichere E-Mail derzeit noch nicht möglich ist, müssen nicht eingereichte Belege weiterhin in Papierform aufbewahrt werden. Dies ist aus organisatorischen Gründen sicherlich nicht erfreulich.
Zum Abschluss der Veranstaltung stellten sich die Referenten des Abends sowie die Vorsteherin des Finanzamts Koblenz, Frau Barbara Hendricks und der Vorsitzende des Steuerberaterverbandes Rheinland-Pfalz, Herr Michael Weidenfeller in einer Podiumsdiskussion den Fragen der Teilnehmer.

Der Vorsitzende der Bezirksgruppe Koblenz, Gerhard Busch, bedankte sich bei den Referenten für die informativen Vorträge zu den teilweise ungeliebten und  unangenehmen  Themen.

Praktiker - News 02. März 2018

Geldwäschegesetz – techn. Änderungen durch die Datenschutzgrundverordnung – Digitaler Finanzbericht Abschlussdatenübermittlung an Banken

 

Hier finden Sie die Präsentationen nach Themengebieten:

Abschlussdatenübermittlung an Banken

Der Digitale Finanzbericht

Kanzleileitfaden zum Digitalen Finanzbericht

Die neue DSGVO

Geldwäscheprävention

Kanzleizukunft – Digitalisierung erfolgreich gestalten

Wir Steuerberater stehen in einem sich verändernden Arbeitsumfeld vor großen Herausforderungen. Die derzeit wichtigste Aufgabe ist es, die Arbeitsprozesse zu optimieren und die fortschreitende Digitalisierung für die Mandanten und die eigene Kanzlei gewinnbringend zu nutzen. In den vergangenen Jahren wurden in vielen Kanzleien bereits zahlreiche Schritte umgesetzt, wie z.B. der gesicherte Datenaustausch mit Mandanten, Finanzamt und auch Banken.

Die Steuerberater im nördlichen Rheinland-Pfalz nahmen sich des Themas an, wie die Digitalisierung erfolgreich zu gestalten sei, um die Zukunft der Kanzleien zu sichern. Sie diskutierten am Donnerstag, 14. September 2017 im Kurfürstlichen Schloss Koblenz mit Experten zum Thema: „Kanzleizukunft- Digitalisierung erfolgreich gestalten“ wie die Herausforderungen gemeistert werden können. Eingeladen hatten die regionalen Bezirksgruppen des Steuerberaterverbandes Rheinland-Pfalz e.V: Koblenz, RheinAhrEifel und Rhein-Lahn-Westerwald.


Die Räumlichkeiten des Koblenzer Schlosses eigneten sich perfekt für das gewählte Veranstaltungskonzept. Im Eingangsbereich sowie im Foyer der ersten Etage konnten sich die Teilnehmer in einer großen Fachausstellung über die neuesten technologischen Trends in der Branche informieren. In zwei weiteren Räumen fanden parallel mehrere Workshops statt, in denen insgesamt acht Referenten aus den Bereichen Bankwesen, Software und Fachliteratur das Thema Digitalisierung aus Ihrem Blickwinkel beleuchteten und mit den Teilnehmern diskutierten. Die gut besuchten Workshops bereiteten die anwesenden Kollegen auf den Höhepunkt der Veranstaltung vor. Im Kaisersaal beleuchteten Harald Elster, Präsident des Deutschen Steuerberaterverbandes e.V.; Dr. Lars Meyer-Pries, Mitglied der DATEV-Geschäftsleitung; Prof. Dr. Elisabeth Jünemann, Professorin für Anthropologie und Ethik Kath. Hochschule Paderborn; Guido Jost, IT-Geheimschutz-Verantwortlicher im Innenministerium Rheinland-Pfalz; Hasan Cürük, Leiter IT Organisation Carl Knauber Holding GmbH & Co. KG sowie Randolf Stich, Staatssekretär im Innenministerium Rheinland-Pfalz in fünf Impulsvorträgen das Thema Digitalisierung aus Ihren unterschiedlichen beruflichen Perspektiven. Die Betrachtungsweisen aus dem Berufsstand, der Wirtschaft sowie aus Wissenschaft und Politik zeigten durchaus Gemeinsamkeiten aber auch unterschiedlichen Wahrnehmungen und Ansichten über die die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Gesellschaft und hierbei insbesondere auf die Branche der steuerberatenden Berufe. Die Teilnehmer erhielten wertvolle Denkanstöße. Im Ergebnis kann festgehalten werden, dass trotz unterschiedlicher Einschätzung von Intensität und Geschwindigkeit des digitalen Wandels in der Branche eine Anpassung der Kanzleiprozesse in Angriff genommen werden sollte.


Zum Abschluss nahmen die Referenten der Impulsvorträge, an einer von den Vorsitzenden der ausrichtenden Bezirksgruppen des Steuerberaterverbandes moderierten Diskussionsrunde teil. Hier hatten die anwesenden Steuerberater wiederum die Gelegenheit, sich an der lebhaften Diskussion zu beteiligen.

Neujahrsempfang des Steuerberaterverbandes Rheinland-Pfalz, Bezirksgruppe Koblenz


Am Donnerstag, den 25. Januar 2018 fand zum fünften Mal der Neujahrsempfang der Bezirksgruppe Koblenz des Steuerberaterverbandes Rheinland-Pfalz statt. Als Veranstaltungsort diene erstmals das „Alexanders Eventwerk“ in Urmitz am Rhein. Als Redner konnte in diesem Jahr unser Mainzer Steuerberaterkollege Werner Renkes alias Kantinenwirt Antonio gewonnen werden, der auf kabarettistische Weise Innenansichten aus dem Bundestag präsentierte.

Der Vorsitzende der Bezirksgruppe Koblenz Gerhard Busch blickte in seiner Eröffnungsansprache auf die zahlreichen Aktivitäten der Bezirksgruppe im vergangenen Jahr zurück. Hierbei hob er die im September durchgeführte Großveranstaltung im Koblenzer Schloss unter dem Titel „Kanzleizukunft – Digitalisierung erfolgreich gestalten“ hervor.

Im Anschluss berichtete Kantinenwirt Antonio, der extra aus Berlin angereist war, von interessanten Gesprächen mit den Gästen aus der Bundestagskantine in Berlin. Bislang unklare Vorgänge aus der langwierigen Regierungsbildung wurden in erhellender Form dargestellt. Letztlich stelle sich heraus, dass Kantinenwirt Antonio den Überblick behalten hat. Viele Politiker, die sich bereits in einem Regierungsamt sahen, sind von der Bildfläche verschwunden, Antonio ist noch da.

Neben dem erfrischenden Vortrag, der die Teilnehmer mehrmals zum Lachen brachte, trug auch die neue „Location“ zu frischen Wind bei. Das variantenreiche Abendessen wurde nach dem „Open-Kitchen-Prinzip“ direkt in der Küche in Buffetform serviert und konnte direkt vor Ort oder am Tisch genossen werden. Durch dieses Konzept bot sich die Möglichkeit, mit vielen verschiedenen Gästen ins Gespräch zu kommen.

Weiterhin sind wir froh und stolz, in diesem Jahr mit Herrn Kammerpräsident Edgar Wilk und Vizepräsident Ralf Nick sowie mit unserem Verbandspräsidenten Michael Weidenfeller wiederum hochrangige Vertreter des Berufsstandes als Teilnehmer begrüßen zu können. Weiterhin haben wir uns sehr über die Teilnahme der Präsidentin des Landesamtes für Steuern, Frau Bollinger-Wechsler gefreut. Dies zeigt, dass unsere Idee des Dialoges lebendig ist.